Clavichord-Konzert

« Das Clavichord war Bachs Lieblingsinstrument. Obschon mit einer grossen Ausdrucksbreite ausgestattet, hatte das Cembalo für seinen Geschmack nicht genug Seele, und die Entwicklung des Pianofortes steckte noch in den Kinderschuhen, sodass es ihn gar nicht zufriedenstellen konnte. So war das Clavichord in seinen Augen das am besten geeignete Instrument sowohl für das Studium der Musik als auch für das Musizieren im privaten Kreis. Nur zu gern vertraute er ihm seine schönsten Gedanken an und glaubte selbst kaum, dass es möglich wäre, einem Clavichord eine so grosse Vielfalt an  Klangnuancen zu entlocken: Das Clavichord mag schwach im Ton sein, es vermag aber eine höchst vielfältige Palette von Nuancen zu produzieren. » Forkel

 

Neben seinen Möglichkeiten an dynamischen Abstufungen bietet das Klavichord als einziges Instrument die Möglichkeit zu einem Vibrato, der so genannten Bebung. Obwohl es heute weniger bekannt ist, hat das Clavichord für die Technik der Tasteninstrumentenmusik eine grundlegende Rolle gespielt. Bis zum 19. Jahrhundert war es das Studieninstrument schlechthin.

 

Haydn und Mozart improvisierten und komponierten am Clavichord.

 

« Oh, wer bei Mondlicht improvisieren oder in einer Sommernacht seine Seele erquicken oder aber einen Frühlingsabend zelebrieren möchte,  der wende sich ab vom schrillen Cembalo und vernehme stattdessen den Atem des Clavichords, der ebenso sanft geht wie sein Herz! » C.F.D. Schubart

 

Johann Sebastian Bach

1685-1750

Konzert in D-Dur nach Vivaldi

Allegro, Larghetto, Allegro

 

Wilhelm Friedemann Bach

1710-1784

Fuge in e-Moll und Polonaises

in E-Dur und e-Moll für Cembalo

 

Carl Philipp Emanuel Bach

1714-1788

Fantasie in C-Dur

 

Joseph Haydn

1732-1809

Sonate in As-Dur Hob. XVI/46

Allegro moderato, Adagio, Presto

 

Johann Sebastian Bach

Konzert nach italienischem Gusto

Allegro, Andante, Presto